Rezension | Kim Nina Ocker „Everything I Didn’t Say“

517 Seiten | Teil #1 | 31.10.2019 | LYX Verlag| 9,99€ | Hier kaufen
 
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Inhalt
Meine Geschichte hat viele Happy Ends – viele Momente, in denen ich gerne auf Stopp gedrückt und den Augenblick für immer im Herzen eingeschlossen hätte. Und dann ging es weiter …
Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade erst ihren Job als Dramaturgieassistentin angetreten, und Carter ist als Star der Show vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch mit jedem Tag, den sie miteinander verbringen, knistert es heftiger zwischen ihnen, bis sie der Anziehungskraft nachgeben – nicht ahnend, dass das ihre Leben gehörig durcheinanderbringen wird …
 

Erster Satz

Es gibt viele Arten von Geschichten und mindestens ebenso viele Gründe, sie zu erzählen.

 

Meine Meinung

Der Klappentext hat mich gleich an Cinder & Ella erinnert, was ich sehr geliebt habe, sodass ich sehr gespannt auf „Everything I didn’t say“ war.

Jamie und Carter lernen sich am Set einer TV-Serie kennen – sie als Dramaturgie-Praktikantin, er als Star der Show. Schnell knistert es zwischen den beiden, doch Carter darf als Frauenschwarm nicht mit einer Freundin gesehen werden und Jamie ist viel zu ehrgeizig, ums ich wirklich auf einen Schauspieler einzulassen. Als sie sich doch ihren Gefühlen hingeben, ändert es ihre Leben von einen Schlag auf den nächsten für immer.

Jamie ist eine junge Studentin mit großen Zielen im Leben. Sie ist ehrgeizig, arbeitet in mehreren Jobs und nimmt nun auch noch das unbezahlte Praktikum an. Statt am Wochenende feiern zu gehen, arbeitet sie in Nachtschichten oder lernt, um sich über die Runden halten zu können. Ihre Familie kann sie zwar kaum mit Geld unterstützen, aber dennoch sind sie immer für Jamie da.
Carter lebt fast das gegenteilige Leben. Er ist Star einer TV-Show und ist bei reichen Eltern aufgewachsen. Er geht gern feiern, reißt Frauen auf und genießt sein Leben, auch wenn es nicht das ist, was sein Vater sich für ihn vorstellt.

Jamie war mir schnell sympathisch. Sie arbeitet hart für das, was sie möchte und schuftet lieber selbst, als sich von jemandem helfen zu lassen. Gleichzeitig kann sie aber auch schlecht fremde Hilfe zulassen, was es an einigen Stellen schwierig gemacht hat.
Mit Carter hatte ich anfangs größere Probleme, da es mir schwer fiel, den Frauenheld richtig einzuschätzen. Im Nachhinein habe ich ihn aber absolut in mein Herz schließen können!

Aber auch die Nebencharaktere sind nicht ohne. Zum Beispiel Jamies‘ Bruder habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Und auch Carters bester Freund klingt sehr spannend, weswegen ich mich schon sehr auf den 2. Teil freue.

Der Roman ist in der Ich-Form, abwechselnd aus Jamies‘ und Cartes Perspektive, sowie im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, verfasst worden. Den Schreibstil an sich mochte ich ganz gerne, es ließ sich gut und flüssig lesen und ich wurde emotional wirklich mitgerissen.

Die Handlung hat mir gut gefallen, besonders das letzte Drittel konnte ich absolut umhauen.
Den Start habe ich als etwas schwierig empfunden. Ich habe es zunächst kaum geschafft, mich wirklich in die Geschichte hinein zu finden und hatte auch kaum Lust, weiterzulesen. Besonders geschuldet war das vermutlich den Zeitsprüngen.
Wir erfahren nämlich direkt zu Beginn, dass zwischen Jamie und Carter etwas vorgefallen sein muss, weswegen sie nicht mehr miteinander reden. Doch bis zur Auflösung muss der Leser sich gedulden und im Wechsel immer wieder sehen, wie die zwei sich kennen lernen und annähern und dann zerstritten sind.
In dem Moment, in dem die Vergangenheit aufgeholt wurde und wir uns vollends in der Gegenwart befinden, hat mich die Handlung deutlich mehr fesseln können. Es wird richtig spannend und aufregend, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Es gibt einige Geheimnisse, die aufgedeckt werden müssen, Missverständnisse, Gefühle und Gedanken – eben Dinge, die sie noch nicht gesagt haben.
Diese Entwicklung der beiden fand ich aber unglaublich schön und angenehm mitzuerleben. Es ging nichts zu schnell, aber gleichzeitig war es nicht langweilig. Es gibt ein paar Höhepunkte, die zwar vorhersehbar waren, aber trotzdem nicht weniger aufregend.

Besonders zum Ende hin finden die Protagonisten zu einigen unheimlich berührenden Worten, bei denen mir glatt die Tränen von den Wangen liefen.
 

Fazit

Eine unheimlich schöne, aufregende und emotionale Geschichte zweier Menschen, die endlich die unausgesprochenen Worte zwischen ihnen überwinden konnten. Nachdem der Start für mich etwas schwierig hat, hat der restliche Teil mich umso mehr überzeugen und begeistern können.
Und auch auf den 2. Teil bin ich schon sehr gespannt, da Dexter sehr vielversprechend klingt.

Vielen Dank an LYX und netgalley für das Rezensionsexemplar!

5 Kommentare bei „Rezension | Kim Nina Ocker „Everything I Didn’t Say““

  1. Hallo Lara,
    ich habe das Buch vor kurzem auch gelesen und es hat mir ziemlich gut gefallen. Allerdings mochte ich den Start mit den Sprüngen auch, weil sie eine gewisse Spannung erzeugt haben, was denn da nun eigentlich vorgefallen ist.
    Auf den zweiten Band bin ich auch gespannt, und hoffe, dass man dort auch noch ein wenig erfährt, wie diese Geschichte hier weiterging.
    Viele Grüße
    Anja

    1. Spannung hat es auf jeden Fall aufgebaut, aber ich bin von solchen Sprüngen irgendwie nie so der Fan 🙂 Auf den 2. Teil bin ich auf jeden Fall auch absolut gespannt!

  2. Liebe Lara,
    du beschreibst das Buch so perfekt, dass ich dem echt nichts hinzufügen kann. Ich kann dir einfach nur zustimmen, ich mochte das Buch auch richtig gerne, besonders der Schwerpunkt, der dann später enthüllt wird. Von sowas habe ich bisher ganz selten gelesen, dabei hat die Autorin es so schön umgesetzt.
    Darf ich deine Rezension bei meiner Verlinken?

    Alles Liebe
    Friederike.

    1. Danke für deinen tollen Kommentar! 🙂

      Du darfst die Rezension gerne verlinken 🙂

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