Rezension | Samantha Young „Boston Nights – Wahres Verlangen“

Übersetzt von: Nicole Hölsken| 400 Seiten | Einzelband ? | Fight or Flight | 06.12.2019 | MIRA Taschenbuchverlag | 14,00€ | Hier kaufen
 
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Inhalt

Nicht nur die Welt, sondern das gesamte Universum hat sich gegen sie verschworen. Auf jeden Fall kommt es Ava so vor. Denn ihr Sitznachbar ist der arrogante Schotte, der sie am Flughafen fast über den Haufen gerannt hat. Während des Fluges wünscht sie sich noch Abstand, doch abends im Hotelzimmer kann sie Caleb nicht nah genug sein. Dennoch ist sein Angebot, eine lockere Affäre zu beginnen, mehr als unverschämt. Empört lässt Ava ihn abblitzen. Als sie ihm erneut über den Weg läuft, muss sie immer noch an den besten One-Night-Stand ihres Lebens denken. Warum also nicht Calebs Vorschlag zustimmen und unverbindlichen Spaß haben. Immerhin besteht nicht die Gefahr, ihr Herz zu verlieren, oder?!
 

Erster Satz

Essen. Essen und Kaffee. Daran führte jetzt kein Weg mehr vorbei.

 

Meine Meinung

Die Dublin Street-Reihe der Autorin habe ich über alles geliebt, weswegen ich super gespannt auf den neuen Roman der Autorin war. Der Klappentext klingt nach einer lustigen Unterhaltung mit hoffentlich dem gleichen Tiefgang wie in ihren Büchern.
 
Ava und Caleb lernen sich per Zufall am Flughafen kennen – ein sonderlich schönes Aufeinander treffen ist es allerdings nicht. Immer wieder laufen die zwei sich über den Weg und können nicht anders, als den jeweils anderen auf die Palme zu bringen. Schließlich landen sie doch gemeinsam im Bett und eigentlich trennen sich ihre Wege danach. Anders als erwartet taucht Caleb plötzlich wieder in Avas Leben auf und sie geben der Leidenschaft zwischen sich hin – ohne dass das Herz im Spiel ist natürlich.
 
Ava tritt als vorlautes und selbstbewusste Frau auf, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sich selbst gut verteidigen kann: sie braucht keinen Prinzen in der goldenen Rüstung. Doch unter ihrer taffen Fassade schlummern dunkle Gefühle und eine traurige Vergangenheit.
Caleb ist ebenfalls sehr selbstbewusst und weiß, was er will. Er wirkt nach Außen sehr kühl und selbstbezogen und ist eine Mischung aus genau dem und einem wirklich lieben Kerl. Er scheint die Persönlichkeiten fast zu wechseln, was mich immer wieder verwirren konnte.
Mit Ava konnte ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen, da ich keine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Genau definieren, was mich an ihr störte, kann ich aber nicht. Mit Caleb habe ich ein großes Auf und Ab erlebt. In seinen netten Momenten habe ich ich fast ihn in verliebt, aber im nächsten Moment kam wieder ein Seitenhieb – ich hatte hier mehr erwartet.
 
Der Schreibstil ist in der Ich-Form und sehr angenehm zu lesen, ohne dass er mich wahnsinnig umhauen und fesseln konnte.
 
Die Handlung ist anders als ich erwartet habe. Nachdem die beiden sich auf ihre Freundschaft mit Vorzügen eingelassen haben, ist die Handlung mir etwas zu flach geworden. Mir fehlte ein Spannungsbogen, Tiefgang und etwas, was mich an das Buch hätte fesseln können. Ich habe relativ lange gebraucht, um es zu beenden, weil der Mitteilteil für mich ein kleiner Tiefpunkt war.
Harpers beste Freundin war da allerdings ein großes Highlight. Ich fand sie super interessant und auch der Teil ihrer Geschichte, den man mitbekommen hat, war wahnsinnig spannend.

Fazit

Insgesamt war das Buch anders, als erwartet, dennoch hat es mir schöne Lesestunden bereiten können. Es kommt definitiv nicht an ihre anderen Bücher heran, aber für Zwischendurch ist es ganz nett.

Vielen Dank an den Harper Collins Verlag/MIRA Taschenbuch für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

2 Kommentare bei „Rezension | Samantha Young „Boston Nights – Wahres Verlangen““

  1. Liebe Lara
    Hmm, nun bin ich aber sehr gespannt auf die Lektüre. »Boston Nights« steht nämlich schon in meinem Regal und wartet darauf, von mir gelesen zu werden.
    Dass du keine Verbindung mit der Protagonistin aufbauen konntest ist schade. Wenn diese Verbindung fehlt, fällt es mir auch immer schwer, ein Buch wirklich zu genießen.
    Alles Liebe
    Janika

    1. Ich bin gespannt auf deine Meinung 🙂

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