Rezension | Kristen Callihan „Idol: Gib mir Deine Liebe“

Übersetzt von: Anika Klüver | 576 Seiten | Heroes & Heartbreaker #3 | „Fall“ (Original) | 28.06.2019| LYX Verlag| 12,90€ | Hier kaufen

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Inhalt

Ein Sturm, ein Rockstar und ein Kuss, der alles verändert 
Kurz vor einem Schneesturm will Stella Grey noch schnell ihre Vorräte aufstocken. Doch ein attraktiver Unbekannter reißt sich die letzte Packung Eis unter den Nagel. Eins ist klar: Ohne das Minzeis mit Schokoladensplittern wird Stella das Unwetter nicht überstehen. Und so greift sie zu einer drastischen Maßnahme: Sie küsst den Fremden und lenkt ihn damit ab, sodass sie mit dem Eis fliehen kann. Wer hätte schon ahnen können, dass es sich bei dem Überrumpelten um Jax Blackwood, Sänger und Leadgitarrist der erfolgreichen Rock Band Kill John, handelt? Und dass ausgerechnet er sich als Stellas neuer Nachbar entpuppt?

Erster Satz

Ein Mann verfolgt mich.

Meine Meinung

Nachdem die ersten beiden Teile der Reihe, besonders der zweite, mich absolut begeistern konnten, war ich sehr gespannt auf den dritten. Leider wurde mir im Vorfeld schon einiges schlechtes über das Buch erzählt, sodass meine Erwartungshaltung gleich ziemlich gesunken ist.

Stella ist eine selbstständige junge Frau, die ihr Leben schon früh alleine meistern musste. Dennoch ist sie ein Herzensguter Mensch, der sich mehr um ihre Mitmenschen kümmert, als um sich selbst. Sie hat immer ein Lächeln auf den Lippen und wirkt wie ein großer Sonnenschein.
Jax, oder auch John, kannten wir nun schon aus den Vorgängern und auch daher wissen wir schon, dass er in seinem Leben mit einigen Dingen zu kämpfen hat. Sein Selbstmordversuch liegt nun schon ein wenig zurück, aber davon erholt hat er sich natürlich noch immer nicht. Obwohl er gerne flirtet, witzige Sprüche reißt und im ersten Augenblick das perfekte Rockstar-Leben samt zahlreicher Frauenwechsel lebt, schlummert unter dem Schein eine wahnsinnig schöne Persönlichkeit, die mit psychischen Krankheiten zu kämpfen hat.

Beide Charaktere waren mir super sympathisch und sind mir gleich ans Herz gewachsen. Ich wurde ein wenig vor Jax‘ „dauerhaften Sex-Gedanken“ gewarnt, wobei ich das wirklich nicht schlimm fand. Er denkt viel an Sex, ja, aber nie Ich fand ihn sogar unglaublich witzig und habe mich bei ihm gleich wohl gefühlt, genauso wie Stella, die ich mir gut als Freundin von mir vorstellen könnte.

Der Schreibstil war mir nun schon aus den vorherigen Teilen bekannt, aber mir ist gerade erst aufgefallen, wie humorvoll die Autorin schreiben kann. Sie vereint eine schöne und emotionale Schreibweise mit einer abgestimmten Menge an Humor, weswegen ich sowohl weinen, als auch lachen konnte.

Die Handlung hat mich von der ersten Seite an fesseln können. Schon das Kennenlernen und das erste Wiedersehen zwischen Stella und Jax fand ich ziemlich lustig und auch einfallsreich. Ich glaube nicht, dass ich so eine Grundlage zwischen zwei Protagonisten schon einmal gelesen habe.
Zudem bin ich der Meinung, dass sich die Beziehung zwischen Jax und Stella in einem sehr angenehmen Tempo entwickelt und sich nicht zu sehr überstürzt, obwohl eine gewisse Anziehungskraft natürlich sofort besteht.

In diesem Teil geht es zudem gar nicht vorrangig um das Rockstar-Leben, wie es in Teil 1 und 2 noch mehr der Fall war. Zuerst habe ich es ein wenig vermisst, aber ich muss sagen, dass die Konzentration auf die Charaktere an sich und deren Entwicklungen mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.
Besonders wichtig fand ich auch den Umgang mit Jax und seiner Krankheit. Ich kenne mich in dem Bereich wenig aus, sodass ich weder von Authentizität oder „richtigen“ Darstellung sprechen kann, aber für mein Laien-Auge fand ich diese Darstellung sehr gelungen. Es geht darum, dass Jax zwar krank ist, aber das nicht gleich bedeuten muss, dass es ihm dauerhaft schlecht geht, dass er nicht auch lachen kann und nicht auch schöne Erlebnisse haben darf. Sondern dass es Phasen gibt, die ihn aus dem Leben reißen, genauso wie gute Zeiten, in denen auch er Spaß hat. Und diese Differenz zu sehen, empfinde ich als sehr wichtig, um Menschen psychische Krankheiten und ihre Auswirkungen etwas näher bringen zu können.
Stellas Geschichte ist ebenso super interessant, wobei ich hier zugeben muss, dass man daraus noch etwas mehr hätte machen können. Ich hätte gerne noch etwas mehr von ihrer Jugend erfahren, genauso wie von ihrem Vater. Das hätte zwar vielleicht den Rahmen der Seitenzahl gesprengt, aber zu Stella hätte ich mir minimal mehr gewünscht.

Fazit

Ein wunderschönes Buch über zwei Menschen, die sich perfekt ergänzen und mein Herz schon auf den ersten Seiten erobern konnten. Es hat in meinen Augen zwar wenig mit dem Leben als Rockstar zutun, dennoch hat es mir mit seinen Charakteren und seinem schönen Schreibstil sehr gefallen.

Ein großes Dankeschön an den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar!

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