Rezension | Brittainy C. Cherry „Wenn Donner und Licht sich berühren“

Übersetzt von: Katja Bendels | 384 Seiten | Einzelband (?) | „Behind The Bars“ (Original) | 29.04.2019 | LYX Verlag| 12,90€ | Hier kaufen

Anzeige, kostenloses Leseexemplar für eine Leserunde bei der Lesejury

Inhalt

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke – wo es vielleicht schon zu spät ist. 

Erster Satz

Nein.

Meine Meinung

Das Cover ist in mir in der LYX-Vorschau gleich ins Auge gesprungen. Mit solchen Covern kann man mich auf jeden Fall ködern. Von Brittainy C. Cherry habe ich im Vorfeld zwar einiges – durchweg positives – gehört aber etwas von ihr gelesen hatte ich bisher noch nicht. Deswegen war ich ziemlich glücklich, als ich für die Leserunde bei der Lesejury ausgewählt wurde.

Nie zuvor hatte ich so etwas gehört. Ich war so gerührt von den Klängen, die er erschuf, dass mir die Tränen in die Augen stiegen.

Seite 13*

Wir starten mit Jasmine, auch Jazz genannt, und Elliott im High School-Alter. Beide durchleben ihre Teenager-Jahre auf unterschiedlichste Art und Weise, die in beiden Fällen nicht die schönste Zeit ist. Schon in jungen Jahren haben die beiden viel erlebt und einiges durch machen müssen, doch bei beiden ist die Musik der Ausweg. Jasmine lebt für den Soul, Elliott für Jazz.
Elliott ist mir gleich ans Herz gewachsen. Vielleicht, weil er mich an eine mir nahe stehende Person erinnert, vielleicht weil sein Charakter einfach wunderbar ist. Er ist der liebste Junge, der niemals jemandem etwas antun würde. Er ist wirklich toll und ich habe mich gleich in ihn verliebt und wollte ihn die ganze Zeit nur in den Arm nehmen. Mit Jasmine bin ich bis zum Ende hin nicht zu 100% warm geworden. Ich habe das Gefühl, sie stand das Buch über eher im Hintergrund und war nicht wirklich eigenständig genug für ein kompletter Charakter. Mit Elliott zusammen hat sie wunderbar funktioniert, aber für sie alleine hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

Der Schreibstil von Brittainy C. Cherry war mir bisher, wie gesagt, noch unbekannt. Aber ich habe mich schnell in ihn verliebt. Sie schreibt sehr emotional, sodass mir schnell die Tränen kommen mussten. Ich kann den Hype um sie wirklich voll nachvollziehen.

Manchmal braucht man keine Worte, Elliott. Manchmal braucht man nur Raum, um zu fühlen, was man eben fühlt, und jemanden an seiner Seite, der einen daran erinnert, dass man nicht allein ist.

Seite 201*

Die Handlung war durch die Leserunde in 3 große Abschnitte geteilt und ich muss sagen, dass ich die Abschnitte ganz genauso gewählt hätte. Ich will nicht zu viel verraten, aber Elliott macht in der High School eine sehr schwere Zeit durch, die ungefähr den ersten Abschnitt ausmacht. Und genau diesen Teil fand ich schrecklich. Ich konnte es ehrlich gesagt teilweise kaum lesen, weil es mir zu hart war.
Wie bereits erwähnt, sehe ich Elliott eine Person, die ich persönlich sehr gut kenne und in den meisten Szenen bekam ich das Bild dieser Person nicht aus meinem Kopf. So ging es mir näher, als es mir lieb war und ich hatte tatsächlich darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen.
Zum Glück habe ich es nicht getan, nach einem großen Knall – der wohl schrecklichsten Szene im Buch – ging es dauerhaft steigend bergauf und ich habe mich in das Buch verliebt. Den letzten ²/3 des Buchs würde ich sogar mehr als 5/5 Punkten geben! Es ist immer noch keine leichte Lektüre, aber mir persönlich ist es deutlich leichter gefallen, in die Handlung zu versinken und sie zu genießen. Besonders Elliotts Charakter-Entwicklung hat mich schwer begeistert und die Nebencharaktere wie Jasmines Vater und Elliotts bester Freund, sowie TJ, seinem „Onkel“, haben es mir ebenfalls sehr angetan. Ich konnte und wollte das Buch gar nicht mehr weglegen und habe viele Tränen verdrückt, aus Freude, Trauer, Glück – meine Gefühle haben sich während des Lesen regelrecht überschlagen.

Fazit

Letztendlich bin ich also wie gesagt sehr froh, das Buch beendet zu haben, weil ich sonst einige wunderschöne Szenen verpasst hätte und die wunderbaren Charaktere gar nicht erst richtig kennen gelernt hätte. Aber der Einstieg fiel mir wirklich schwer. Dieses Buch hat mein Herz in tausend Teile zerrissen und sie nach und nach wieder zusammen gesetzt.

*der E-Book Zählung meines tolinos

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