Julia Engelmanns „Baby“ und ich | 2 Kurzrezensionen

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Vor einer Weile habe ich angefangen, meinen Horizont im literarischen Bereich etwas zu erweitern. Ich wollte weg von meinen üblichen Genres und den von mir geliebten Büchern, um neues zu entdecken.

Unter anderem wollte ich mich dem Bereich Gedichte, Lyrik, Poesie ein wenig widmen. Das hieß für mich jetzt nicht, dass ich die Klassiker auspacken wollte, die wir in der Schule zu Tode analysiert haben. Nein, ich wollte etwas modernes und da fiel mir natürlich gleich Julia Engelmann in die Arme, beziehungsweise ihre Bücher „Jetzt, Baby“ und „Wir können alles sein, Baby“.

Der Hype um ihren Poetry Slam Auftritt mit dem Text „One Day“ habe ich tatsächlich verpasst und auch jetzt habe ich es nicht geschafft, mir einen ihrer Texte von ihr vorgetragen anzuhören. Ich beziehe mich also wirklich nur auf den reinen Inhalt, der von mir gelesen wurde und nicht von Julia Engelmann performt wird.

Ob auf der Bühne performt oder auf Papier gedruckt – ihre Texte sind mitreißend, ehrlich und berührend.“

Klappentext „Jetzt, Baby“

Ich weiß gar nicht genau, wie ich anfangen soll. Beide von mir erwähnten Bände habe ich einem Rutsch gelesen, ich kann also ehrlich gesagt gar nicht großartig zwischen beiden unterscheiden – deswegen auch diese gemeinsame, etwas chaotische Kurzrezension.

Den ersten Text aus „Jetzt, Baby“ habe ich noch ganz gerne gelesen, auch wenn er mich irgendwie nicht aus den Socken hauen konnte und es mir nach wenigen Strophen schon „reichte“. Zu oft hatte ich das Gefühl, dass auf Teufel komm raus versucht wurde zu reimen, es war mir an vielen Stellen zu bemüht, dass es mir fast unangenehm war, den Text zu lesen. Das klingt ziemlich gemein, aber viele Stellen wollte ich wirklich einfach nicht lesen. Gerade die ständig eingebauten englischen Worte haben mich mehr als nur einmal ziemlich gestört.

Zudem konnte ich mit den Inhalten vieler Gedichte einfach nichts anfangen. Was als so berührend und stimmungsvoll beschrieben wurde, was die Massen begeisterte, hat mich ziemlich kalt gelassen. So gibt es ein Gedicht „Für meine Großeltern“, das für nahe stehende Personen bestimmt wunderschön zu lesen ist, aber ich konnte gar nichts damit anfangen. Ich habe mich allgemein in sehr wenigen Themen wiedergefunden und wohl gefühlt.

Einige Texte fand ich allerdings auch ganz schön, ich möchte nicht alles niedermachen. „Am Ende des Tages“ hat mir zum Beispiel gefallen, das ist mit einer Seite aber auch der kürzeren, „Die Ballade vom König“ geht über 12 Seiten, was mir persönlich einfach viel zu lang war.

Ich weiß nicht, ob mir solche Texte einfach generell nicht zusagen oder ich nicht die Zielgruppe für Julia Engelmann war, aber für mich sind ihre Texte zu gewollt und bemüht, und haben mich weder in Thematik, noch in Schreibstil ansprechen können.

2 Kommentare bei „Julia Engelmanns „Baby“ und ich | 2 Kurzrezensionen“

  1. Hey Lara 🙂

    ich habe all die Büchlein von Julia Engelmann gelesen und mich haben sie sehr berührt. Ich konnte auch vieles nachempfinden…mal mehr mal weniger natürlich – Gedichtabhängig.
    Insgesamt schätze ich sie sehr als Slammerin und ich mag ihr Naturell. Denke aber auch, dass Poetry Slam vielleicht nicht jedermanns Sache ist 🙂

    Liebste Grüße, Stella ♥

    1. Das freut mich zu hören! 🙂

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