Welche Bücher muss ich rezensieren?

Hallo! Ich hatte diesen Monat kaum Zeit für meinen Blog, weswegen ich so einige Posts nachholen muss. Moment, muss? Ich muss gar nichts! Mein Blog ist immer noch mein Hobby, weswegen ich auch nur in kleinen Momente der Schwäche ein schlechtes Gewissen hatte, ihn im Mai und Juni etwas hängen gelassen zu haben. Mein Job war mir da größtenteils natürlich wichtiger, aber den Blog möchte ich auf keinen Fall aufgeben!

Also sitze ich nun hier, an einem meiner seltenen freien Tage, und schreibe an so einigen Posts, die ich schon vor Wochen habe schreiben wollte. Und während ich die dritte noch ungeschriebene Rezension aufarbeite, stelle ich mir die Frage, ob diese Rezension jetzt wirklich sein muss oder ob man sich die paar Sätze auch schenken kann. Und so kam ich auf die Idee für diesen Post.

Welche Bücher rezensiere ich eigentlich?

Bis vor einigen Monaten hätte ich diese Frage sehr einfach beantworten können: Jedes! Aber mittlerweile habe ich mir ein paar mehr Gedanken darüber gemacht. Zeitlich schaffe ich es gar nicht mehr, jedes einzelne Buch zu rezensieren, aber darum geht es gar nicht.

Zu einigen Büchern habe ich nicht großartig etwas zu sagen. Das wären die mittelmäßigen, guten, aber nicht berauschenden, akzeptablen, aber nicht schlechten Bücher. Sie sind ganz gute Unterhaltung gewesen und mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Ich habe nicht zu jedem Buch zahlreiche Gedanken, die nur darauf warten, hinab geschrieben zu werden. Ganz im Gegenteil! Es ist nicht so, als verdienen diese Bücher keine Rezension, aber wenn ich nichts zu sagen habe, sollte ich es vielleicht auch lassen.

Die Bücher, die auf jeden Fall eine Rezension verdient haben, sind die, zu denen ich mir Notizen machen muss, um meine Gedanken festzuhalten. Die, die mich zum Nachdenken anregen und noch lange nach dem Beenden beschäftigen. Die, die mich positiv, als auch negativ aufwühlen und aus dem Konzept bringen.

Und genau deswegen habe ich mir überlegt, hin und wieder lieber kleine, gesammelte Buchvorstellungen zu veröffentlichen und vielleicht nur ein bis zwei Sätze dazu zu sagen. So schaffe ich es auch ohne lange Rezension, jedem Buch seine verdiente Aufmerksamkeit zu schenken.

Wie macht ihr das? Rezensiert ihr jedes Buch, das ihr lest? Und woran haltet ihr fest, dass ihr ein Buch rezensieren wollt?

Liebst, Lara

16 Kommentare bei „Welche Bücher muss ich rezensieren?“

  1. Hallo Lara,

    du sprichst mir mit diesem Beitrag wirklich aus der Seele! Bis vor einem Jahr habe ich auch jedes einzelne Buch rezensiert, das ich gelesen habe. Dann kam ein Sommerurlaub, in dem ich überdurchschnittlich viel gelesen habe, gefolgt von einem sehr stressigen, kräftezehrenden Semesterbeginn, der mir kaum noch Zeit für den Blog gelassen hat. Die Rezensionen fingen an sich gewaltig zu stauen. Gleichzeitig verging mir die Lust am Lesen und ich hatte Gewissensbisse wegen der schönen Leselisten, die ich ebenfalls nicht einhalten konnte. :/ Vor einigen Monaten habe ich zu diesem Thema "Müssen" auch einen Beitrag geschrieben. 😉 Eigentlich ist es ja Quatsch sich sein Hobby dadurch kaputtzumachen, aber das Gefühl, mehr lesen zu müssen oder diese Rezensionen schreiben zu müssen, beschleicht mich immer wieder. Bin momentan cht am Überlegen, was ich da machen soll.

    Liebe Grüße
    Lena ♥♥♥

    1. Danke für deinen tollen Kommentar! 🙂 Mir vergeht die Lust am Lesen durch den "Druck" auch total schnell …

  2. Ich finde Kurzrezensionen eine gute Lösung, wenn man keine Zeit oder Worte für komplette Rezensionen hat. Oft reicht einem ja schon ein kurzes Fazit. 🙂

  3. Hey Lara,

    ich hab zu Anfang auch immer das Gefühl gehabt, jedes Buch rezensieren zu müssen, dass ich gelesen habe. Mittlerweile (nach fast 3 Jahren Blog) bin ich da meilenweit von entfernt. Klar, Bücher, die ich angefragt habe, werden rezensiert, aber selbst da greif ich auch schon öfter mal eher zu einer kurzen Meinung, weil ich dann doch nicht allzu viel dazu sagen kann/möchte/will. Aber ich hab eben bei mir entdeckt, dass wenn ich zu viel mache, schnell die Lust verliere. Immer mit dem Gedanken "Hey, denk dran dazu auch noch ne Rezension zu schreiben" nimmt mir den Spaß am Lesen. Lieber schreib ich meine Meinung zu Büchern, zu denen ich auch wirklich was zu sagen habe, bei denen ich nicht vor dem PC sitze und mir Worte aus den Fingern ziehen muss, um eine Rezension zu schreiben.

    Aber ja, kurze Rezensionen helfen da schon sehr viel, wenn man dann doch nicht so viel zu sagen hat. 🙂

    Liebe Grüße,
    Julia

    1. Also Rezensionsexemplare werden immer rezensiert! Aber da frage ich auch nur "ausgewählte" Titel an. 🙂

  4. Du hast mich jetzt echt zum Nachdenken angeregt. Normalerweise rezensiere ich wirkliches jedes Buch, vor allem für mich selbst um später zurückblicken zu können und zu sehen, wie mir Buch XY gefallen hat (so vergesse ich auch viel weniger was überhaupt so passiert ist). Doch mittlerweile fehlen mir zu manchen Büchern die Worte, weil, wie du eben geschrieben hast, sie einfach nur okay waren und es nicht so viel darüber zu sagen gibt, außer »War ganz nett. Gut für zwischendurch« o.Ä..
    So habe ich letzten Monat beispielsweise das erste Mal eine Mini-Rezension in einen Lesemonat eingebunden- bei vielen Bloggern ist das ja schon Gang und Gebe (wie z.B. bei Miss Foxy Reads), ich für meine Teil muss noch herausfinden, ob das für mich auch funktioniert. 🙂

    Liebste Grüße
    Elisa

    1. Ich schaue auch immer gerne zurück, deswegen habe ich auch jedes Buch rezensiert.
      Das mit dem Lesemonat wäre auch eine Idee. Ich versuche momentan, die Rezensionen auf Lesejury hochzuladen, da ist mir die Qualität und Ausführlichkeit meiner Rezensionen ehrlich gesagt nicht so wichtig wie auf meinem Blog 🙂

  5. Huhu Lara,

    ich habe auch immer ähnlichere Gedanken. Generell habe ich es schon vor einer Weile aufgegeben zu jedem Buch eine Rezension zu schreiben. Zum einen reicht dafür die Zeit manchmal nicht aus und hin und wieder greife ich lieber bereits direkt zum nächsten Buch, anstatt direkt eine Rezension zu schreiben. Diese fand ich aber meistens auch einfach gut. Weder herausragend, noch wirklich schlecht.
    Vor kurzem kam ich ebenfalls auf die Idee, dass ich einfach kürzere und gesammelte Buchvorstellungen mache. Letztens habe ich bei einem Buch ausprobiert, wie ich das machen würde und am Ende ist doch eine ganze Rezension daraus geworden. xD Sich kurz halten muss auch erst Mal gelernt sein. Ich drücke dir die Daumen, dass du eine für dich passende Lösung findest. c:

    Ganz liebe Grüße
    Leni

    1. Ich probiere es auch immer wieder mit kurzen Buchvorstellungen und zack, ist die Rezension da, die ich gar nicht wollte 😀

  6. Hey,

    ich rezensiere tatsächlich nur die Bücher, die ich Lust habe zu rezensieren.
    Klar, wenn es ein Rezensionsexemplar ist, rezensiere ich auf jeden Fall, aber das weiß ich vorher ja.
    Aber ansonsten rezensieren ich so, wie ich Lust und Zeit habe.
    Die Zeit ist bei mir auch immer ein großer Faktor und fehlt manchmal eben…

    Es ist unser Hobby, unsere Leidenschaft – wir dürfen es auch guten Gewissens mal hinten anstellen 🙂

    Liebste Grüße
    Vanny

    1. Da kann ich dir nur zustimmen 🙂

  7. Diese Frage habe ich mir tatsächlich auch letztens gestellt. Momentan vernachlässige ich meinen Blog jedoch eh viel zu sehr, das wird sich aber bald ändern :). Aber ich denke mir, dass es auch eine Kritik am Buch ist, wenn man nichts darüber schreiben kann. Deswegen schreibe ich das auch immer so in die Rezension.

    Liebe Grüße,
    Mila <3

    1. Ja das stimmt schon, gute Idee, das dazu zu schreiben 🙂

  8. […] dem Thema habe ich vor ein paar Tagen schon einen Post hoch geladen. Lest ihn euch gerne mal durch! Hier kommst du direkt zu dem […]

  9. […] mehr so viele Rezensionen wie vorher. Eine ausführlichere Erklärung dazu kannst du dir gerne hier durchlesen. Aber einigen Büchern gönne ich diese Stille einfach nicht, weswegen ich sie euch doch […]

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