Rezension | Sarah Rees Brennan „Chilling Adventures of Sabrina: Hexenzeit“

Übersetzt von: Beate & Ute Brennan | 320 Seiten | „Chilling Adventures of Sabrina: Season of the Witch“  (Original) | 12.08.2019 | Heyne Verlag | 12,00€ | Hier kaufen
 
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Inhalt

Nur noch einen Sommer hat Sabrina Spellman bis zu ihrem 16. Geburtstag. Dann wird alles anders werden: Sie wird in den dunklen Hexenzirkel aufgenommen werden und allen normalsterblichen Menschen entsagen müssen. Ihren Freundinnen und ihrer großen Liebe Harvey. Wird sie das schaffen? Und liebt Harvey sie überhaupt so sehr wie sie ihn? Um das herauszufinden, lässt sich Sabrina von ihrem Cousin Ambrose zu einem gefährlichen Plan überreden: Sie wendet einen Zauber bei Harvey an. Etwas, was ihre beiden Tanten, ebenfalls Hexen, Sabrina absolut verboten haben. Nicht ohne Grund, denn plötzlich ist mehr als nur ein Leben in großer Gefahr …
 

Erster Satz

Es war Anfang September, als wir das Mädchen am Waldrand sahen.

Meine Meinung

Nachdem ich die zweite Staffel Chilling Adventures of Sabrina beendet habe, hätte ich gleich weiter schauen können. Ich glaube, diese Serie hatte mit beiden Staffeln das bisherig größte Suchtpotential bei mir. Dass nun die Vorgeschichte als Buch erschienen ist, verkürzt mir die Wartezeit auf die dritte Staffel glücklicherweise ein wenig.

Inhaltlich steht „Hexenzeit“ nicht weit entfernt zum Start der Serie, knappe 2-3 Monate. Wir lernen Sabrina kennen, die kurz vor ihrem 16. Geburtstag steht, an dem sie sich dem Teufel verschreiben wird, um vollends in der Welt der hexen aufgenommen zu werden. Langsam fängt sie aber an, Zweifel zu bekommen. Mit ihren besten Freunden, Sterbliche, läuft es aktuell so gut und auch Harvey ist nun endlich ihr Freund. Trotzdem zweifelt sie Harveys Liebe an und beschließt kurzerhand einen Liebeszauber anzuwenden, doch es kommt schlimmer, als erwartet und nicht nur Harvey ist in Gefahr.

Die Charaktere waren mir ja schon aus der Serie bekannt und gerade weil das Buch so kurz vor dem Serienstart anknüpft, gab es in der Hinsicht keine sonderlichen Erleuchtungen oder Überraschungen. Alle Charaktere waren mir so sympathisch oder unsympathisch, wie ich es aus der Serie gewohnt war.

Der Roman ist größtenteils in der Ich-Form aus Sabrinas Perspektive verfasst worden. Doch wenn man schon von außen auf den Schnitt schaut, sieht man etwas Besonderes. Immer wieder schleichen sich schwarze Seiten, mal mehrere, mal wenigere, zwischen die normalen Seiten. Diese sind in der allwissenden Form aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Beispielsweise aus Ross’ oder der von Ms. Wardwell, aber auch aus der Perspektive von dem Unbekannten, Bösen. Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gut gefallen, ich konnte das Buch sehr flott lesen.

Von der Handlung hatte ich mir etwas anderes erwartet. Vielleicht mehr Hintergrundwissen, das man zwar für die Serie nicht benötigt, das aber dennoch nett zu wissen ist. Mehr auch über Sabrinas Eltern vielleicht, aber da denke ich auch wiederum, dass die Serie dazu noch etwas bringen wird.

Ich hatte anfangs einfach unterschätzt, wie zeitlich nah die Handlung des Buches an der der Serie liegt.

Trotzdem war es ziemlich interessant und auch fesselnd, gerade durch die schwarzen Seiten, die eine gewisse Spannung aus verschiedenen Perspektiven gegeben haben. Über einige Charaktere habe ich so tatsächlich doch noch etwas mehr gelernt, auch wenn es da keine großen Überraschungen gegeben hat.

Allerdings muss ich zugeben, dass es mir teilweise auch zu viel durcheinander war. Die Haupt-Handlung, in der Sabrina ihren Harvey mit einem Zauber belegt und in der sie gleichzeitig von etwas Bösen heimgesucht wird, geriet für mich zu oft in den Hintergrund. Zu oft habe ich durch die dunklen Kapitel den Faden zum eigentlichen Geschehen verloren und rückblickend muss ich sagen, dass der Teil der Handlung auch deutlich spannender hätte aufgebaut werden können. Es ging deutlich mehr um die Charaktere selbst, als um eine besonders aufregende Handlung. Diese hatte nämlich einen interessanten Höhepunkt, der aber wie gesagt viel zu sehr verdrängt wurde.

 

Fazit

Eine eigentlich spannende Idee im Universum der Teenager-Hexe, die eher durch die schon bekannten Charaktere, als durch eine besonders aufregende Handlung überzeugen konnte. Das Buch ist wie eine kleine Filler-Folge, die mit der eigentlichen Handlung nichts zutun hat und eine kleine Abwechslung bietet. Nicht schlecht, aber leider nicht so aufregend, wie erwartet.

Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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