Rezension | Anne Freytag „Den Mund voll ungesagter Dinge“

400 Seiten | Einzelband | Jugendroman | 06.03.2017 | Heyne Verlag | 14,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. 

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Erster Satz

Es schüttet.

Meine Meinung

Das Buch ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung irgendwie total an mir vorbei gegangen, ich habe es wirklich nirgends gesehen! Bis vor ein paar Tagen auf einem anderen Blog in Form einer sehr begeisterten Rezension. Ich war sofort angefixt und hab mir gleich das E-Book geholt, ohne den Klappentext überhaupt genauer zu lesen.
Sophie wird in eine ganz neue Situation geworfen. Vorher gab es immer nur ihren Vater und sie und jetzt auf einmal die neue Freundin ihres Vaters und ihre zwei Söhne und das auch noch am ganz anderen Ende von Deutschland. Sie ist die ganze Zeit über sehr genervt und trägt eine eher negative Grundstimmung mit sich herum, auch wenn sie Spaß hat und glücklich ist. Mich hat das aber überhaupt nicht gestört, hat sie irgendwie besonders gemacht.
Der Schreibstil von Anne Freytag gefällt mir wirklich sehr, das hat er ja auch schon bei „Mein letzter bester Sommer“. Er gibt dem ganzen irgendwie eine Leichtigkeit, weswegen auch eher traurigere Themen angenehm zu lesen sind.
Mir hat die Handlung sehr gut gefallen, vor allem weil ich nicht damit gerechnet hätte. Da hab ich wohl im Klappentext gleich überlesen, dass Sophie sich in ein Mädchen verliebt, was aber eine sehr schöne Überraschung für mich war. Es ist einfach schön beschrieben, wie ein Mädchen merkt, dass sie vielleicht gar nicht auf Jungs steht, wie es doch so „normal“ ist. Und gerade über diese Zeit des „Bewusstwerdens“ habe ich glaube ich noch nie ein Buch gelesen.
Es gibt keine großartige Spannung, wie sie bei New Adult Büchern manchmal aufgepusht wird, sondern alltägliche Streitigkeiten und Problemen. 

Fazit

Ein wunderbares Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte. Ich glaube, die Autorin hat sich in dieser Geschichte vor allem auf die Charaktere in all ihren Zügen konzentriert, als eine großartig ausgefallene Handlung zu stricken, aber genau das hat mir gefallen.

Liebst, Lara

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