Rezension | Audrey Carlan „Calendar Girl – Verführt: Januar/Februar/März“

368 Seiten | Calendar Girl Quartal #1 | Erotik | 27.06.2016 | Ullstein Verlag | 12,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Mia Saunders braucht Geld. Viel Geld. Eine Million Dollar, um ihren Vater zu retten. Er liegt im Krankenhaus, weil er seine Spielschulden nicht begleichen konnte. Um die Summe aufzutreiben, heuert Mia bei einer Agentur an und lässt sich als Begleitung buchen. Ihre Gesellschaft kostet 100.000 Dollar pro Monat. Sex ist ausdrücklich nicht Teil des Deals – leicht verdientes Geld! Und der Liebe hat Mia sowieso abgeschworen. Als sie ihrem ersten Kunden, dem Hollywood-Autor Wes Channing, gegenübersteht, ist schnell klar: Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Vor ihnen liegt ein Monat voll heißer Leidenschaft. Doch Mia darf sich nicht verlieben. Denn Wes ist nur Mr Januar…

Erster Satz

Wahre Liebe gibt es nicht.

Meine Meinung

Mit
dieser Reihe wurde man ja überall überflutet, wo es um Bücher
ging, weswegen ich einen riesigen Bogen drum herum gemacht habe. Ein
solch großer Hype schreckt mich meistens erst einmal ab. Irgendwie
neugierig wurde ich schließlich doch und als ich es schließlich
reduziert entdeckt habe, musste ich doch gleich zu schlagen.
Mia
ist eine junge Frau, die schon früh in ihrem Leben auf sich selbst
gestellt war. Verlassen von ihrer Mutter, ein Alkoholiker zum Vater
und eine kleine Schwester, die groß gezogen werden muss. Sie hatte
so kaum eine Kindheit und musste schnell lernen, auf eigenen Beinen
zu stehen. Mittlerweile versucht sie sich als Schauspielerin, sieht
sich aber aufgrund der Spielschulden ihres Vaters gezwungen, als
Escort-Girl in der Firma ihrer Tante zu arbeiten. Ich kann nicht
sagen, dass Mia mir unsympathisch gewesen wäre, aber sie war mir
einfach nicht echt genug. Stetige Geldschulden, aber als
Schauspielerin „arbeiten“? Warum nicht etwas beständigeres?
Ansonsten habe ich das Gefühl, kaum etwas über sie erfahren zu
haben. Okay, sie verliebt sich schnell und hatte keine schöne
Kindheit. Etwas mehr Details wären schön gewesen, zu ihrer Person,
zu ihrem Leben. Was hat sie in der Zukunft vor? Will sie heiraten und
Kinder bekommen? Ist Schauspielerin ihr einziger Lebensziel?
Der
Schreibstil hat mir da ganz gut gefallen. Es war aus Mias Perspektive
in der Ich-Form geschrieben und sehr angenehm zu lesen. Leider nichts
besonderes, was mich super fesseln oder mitreißen konnte. Allerdings
konnte ich das Buch in einem Rutsch durchlesen.
Das
Buch startet mitten in Mias Dilemma, in dem sie schließlich
beschließt, es als Escort-Girl zu versuchen. Der Einstieg fiel mir
sehr leicht, doch gleich von Anfang an geht es nur um Sex, wobei ich
nicht weiß, was ich auch anderes hätte erwarten können. Es beginnt
mit Mr. Januar, der natürlich so sexy ist, dass er doch eigentlich
gar kein Callgirl benötigt. Er hat mir dennoch sehr gut gefallen und
es war sehr angenehm, die Geschichte zwischen den beiden zu
verfolgen. Ich war schon ein wenig enttäuscht, als der erste Monat
sich dem Ende zuneigte, weil er mir wirklich sympathisch war. Mr.
Februar hingegen, ein französischer Künstler auf der Suche nach
seiner perfekten Muse, hat mich nicht überzeugt. Es wird nur
posiert, gemalt und gearbeitet, was mich als Leser auf lange Sicht
nur langweilen konnte. Mr. März hat mich mit seiner Geschichte
überraschen können,die allerdings nur mäßig umgesetzt wurde. Da
hätte ich mir weitaus mehr Familiendramen vorstellen können.
Insgesamt fehlte mir überhaupt ein wirklich Höhepunkt, alles war
sehr flach an der Oberfläche geschrieben und so wirklich ins Detail
wird nur in den Sex-Szenen gegangen.

Fazit

Eine
Geschichte, die mich kurzweilig unterhalten konnte, aber nichts
besonderes ist. Der einzig rote Faden ist, dass Mia das Geld
benötigt, ansonsten springt sie von Kunde zu Kunde und hat mehr oder
wenig schöne Monate. Keine Aufregung, keine Spannung und keine
Emotionen bei mir. Kein schlechtes Buch, aber weitaus mehr Potential
nach oben, der Schreibstil ist ganz angenehm und ich bin gespannt,
wie viel man noch von Wes hört.

Liebst, Lara

2 Kommentare bei „Rezension | Audrey Carlan „Calendar Girl – Verführt: Januar/Februar/März““

  1. Huhu Lara,
    ich habe gerade deinen Blog entdeckt und bin direkt mal als Leserin geblieben. Deine Rezension ist super geschrieben und ich habe schon einige Meinungen zu Calendar Girl gehört, die Deiner sehr ähnlich waren. Bücher, in denen es kaum Handlung, dafür seitenlange Sexszenen gibt, finde ich auch immer eher langweilig!

    Liebe Grüße,
    Lisa

    1. Das freut mich zu hören, danke schön!

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