(Rezension) M. Leighton „All The Pretty Lies – Erkenne mich“

352 Seiten | All The Pretty Lies #1 | „All The Preatty Lies“ (Original) | Erotik | 14.11.2016 | Heyne Verlag | 9,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?

Erster Satz

„O Gott, ich kann es nicht fassen, dass du das wirklich durchziehst“, sagt meine beste Freundin Sarah, als ich die Glastür zum The Ink Stain öffne.

Meine Meinung

Sloane und Hemi lernen
sich kennen, als Sloane sich in Hemis Studio tattoowieren lassen
möchte. Beide spüren von Anfang an die Anziehungskraft des jeweils
anderen, Sloane ist zu schüchtern und unerfahren, um sich der
Versuchung hinzugeben und Hemi wehrt sich dagegen. Er hat
Geheimnisse, die Sloane nicht erfahren darf, aber was er nicht weiß
ist, dass auch Sloane ein großes Geheimnis hütet.
Sloane lebt gemeinsam mit
ihren Brüdern und ihrem Vater, ihre Mutter ist gestorben, als sie
noch klein war, weswegen sie von ihren drei großen Brüdern wie ein
rohes Ei behandelt wird. Als sie 21 wird, hat sie das Gefühl, alles
machen zu dürfen. Sie lässt sich tattoowieren, geht in Bars und
lässt sich von ihrer Freundin einreden, es sei der perfekte
Zeitpunkt, um seine Jungfräulichkeit zu verlieren.
Hemi ist ein großes
Geheimnis, wer ist er? Woher kommt er? Warum ist er hier? Sloane
erfährt – wie der Leser – erst sehr spät die Antworten auf all
diese Fragen.
Ich weiß nicht, wie ich
den beiden gegenüber stehen soll. Hemi mag ich eigentlich ganz
gerne, aber mit Sloane bin ich weniger klar gekommen. Es war das
typische Good Girl/Bad Boy, aber das Good Girl war mir hier zu good.
Ich kann es gar nicht wirklich beschreiben, aber sie hat mich einfach
nicht angesprochen.
Der Roman ist in der
Ich-Form aus den wechselnden Perspektiven von Sloane und Hemi
verfasst worden, wobei die Kapitel aus Hemis Sicht im Durchschnitt
kürzer waren. Ich mag den Schreibstil der Autorin, auch wenn er
nichts besonderes ist und an manchen Stellen emotional noch ausgebaut
werden kann.
Die Umsetzung der
Handlung ist … nicht meins. Der Klappentext war ja sehr sehr vage
und ich hatte keine Ahnung, worum genau es eigentlich so geht. Aber
letzten Endes war es mir alles zu flach, zu schnell und zu
ausgelutscht. Zu flach, weil mir die Tiefe, die Emotionen und die
großen Gefühle einfach fehlten. Zu schnell, weil die ganze Handlung
ohne Sinn und Tiefgang an mir vorbei gezogen ist. Zack hier, zack da.
Das eine Kapitel hat kaum etwas mit dem nächsten zutun und das was
zuvor passiert ist, spielt kaum noch eine Rolle. Vor allem auch das
Ende war zu flach. Ich dachte, es würde noch einmal spannend werden
und ein Cliffhanger für den nächsten Teil würde entstehen. Aber
nein, es löst sich dann doch alles auf 10 Seiten wieder auf und das
„perfekt glückliche“ Ende wurde geschaffen. Zu ausgelutscht,
weil die Charakterzusammenstellung einfach nichts meins war, wie
bereits erklärt.

Fazit

Ich bin nicht wirklich
enttäuscht, weil ich nichts erwartet habe, aber ich bin keinesfalls
begeistert. Wer eine einfache Young Adult Geschichte, ohne Tiefe und
große Emotionen sucht, könnte an dieser Handlung vielleicht seinen
Spaß haben. Mir persönlich haben vor allem die schnelle Entwicklung
der Beziehung zwischen Sloane und Hemi, so wie die eher flach
gehaltene Handlung den Spaß an dem Buch genommen.

(eher schlechtes)
Passabel

Vielen Dank an den Heyne
Verlag, sowie das Bloggerportal für die Bereitstellung eines
Rezensionsexemplares.


Liebst, Lara

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