(Rezension) Ellen Sommer „Voll erwischt“

256 Seiten | Voll erwischt #1 | Liebesroman | 11.10.2015 | CreateSpace Independent Publishing Platform | 7,96€ | Hier kaufen

Inhalt

Die 17-jĂ€hrige Lille zieht aus Bayern zu ihrer Großmutter nach Wuppertal. In der neuen Schule findet sie schnell Anschluss an eine lebenslustige Handballer-Clique. Bald schon funkt es gewaltig zwischen ihr und dem MĂ€dchenschwarm Chris. Chris hatte in der Vergangenheit einen schweren Motorradunfall, ĂŒber den er ungern redet. Lille, die Geheimnisse nicht ausstehen kann, fĂŒhlt sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Was Lille nicht einmal ahnt: Ihre Oma stammt von den Moiren ab und kann das Schicksal einzelner Familienmitglieder verĂ€ndern. Ihre Oma, die sein Geheimnis kennt und ihre Enkelin vor einer Tragödie retten will, setzt alle Hebel in Bewegung, dass aus der Lovestory zwischen Chris und Lille nichts wird. Das nimmt Lille natĂŒrlich nicht so einfach hin.

Erster Satz

Moira saß in ihrem Zimmer und webte.

Meine Meinung

Lille zieht zu ihrer Großmutter. Eine neue Schule, neue Freunde und ein neuer Schwarm warten auf sie. Schnell freundet sie sich mit Sara an, die sie auch gleich ins Handballerteam zieht. Ebenfalls am ersten Tag trifft sie auf den lieben und lustigen Chris, der ein ziemlicher MĂ€dchenschwarm an ihrer Schule ist. Lille verliebt sich schnell in Chris, der in seinem Leben schon einiges durchmachen musste, worĂŒber er nicht reden möchte. Außerdem steht da auch noch Lilles Großmutter im Weg, sie will auf keinen Fall, dass sie sich mit Chris trifft und Lille versteht einfach nicht warum.
Lille ist 17 Jahre alt und ein ganz gewöhnlicher Teenager, verliebt, im Handballteam, hat ein paar gute Freunde, ist nicht zu beliebt, aber auch nicht unbeliebt. Sie lebt bei ihrer Großmutter, die ein wenig zu viel kocht und ein wenig zu fĂŒrsorglich sein kann.
Ich bin gleich gut mit Lille klar gekommen, ich fand sie ganz lieb und sympathisch und konnte nichts gegen sie sagen. Sie ist ein sehr authentischer Teenager, nicht, wie das auch manchmal der Fall ist, dass sie zu kindlich oder gar zu erwachsen wirkt.
Der Roman ist in der Ich-Form aus den Sichten von Lille, Chris und Sara verfasst worden, wobei ich noch nicht ganz verstehe, warum auch Saras Sicht eine Rolle in dem Roman spielt. Der Schreibstil der Autorin gefÀllt mir sehr gut, ich habe mich schnell in das Geschehen lesen können und habe das Buch auch nicht mehr weggelegt, bis ich es zu Ende gelesen hatte.
Die Umsetzung der Handlung hat mir gut gefallen, wobei ich zugeben muss, dass sie dem Klappentext nicht zu 100% gerecht wird. HĂ€tte es nicht im Klappentext gestanden, hĂ€tte ich nicht gewusst, warum Lilles Großmutter sie von Chris fernhalten möchte. Im Prolog und im Epilog wird auf die Moiren eingegangen, was doch ein wenig … wenig war. Mir fehlte ein wenig die AufklĂ€rung, aber es wurde sehr gut auf den zweiten Teil hingearbeitet (auch mit Cliffhanger), den ich schon angefangen habe zu lesen.

Fazit

Ein ganz schöner Einstieg, bei dem noch ein wenig fehlt, das hoffentlich im zweiten Teil aufgeholt wird. Bisher war es eher ein einfacher, lockerer Jugend-Liebsroman, der sich sehr schön lesen ließ, bei dem der mystische Teil der Schicksalsweberinnen noch fehlte.
In diesem Fall Ă€rgere ich mich auch, nur noch drei Kategorien fĂŒr die Buchbewertung zu haben, da ein „Passabel“ mir zu wenig scheint, 4/5 Punkte aber doch angemessener. Hach, schwierig. Um Platz nach oben fĂŒr den zweiten Teil zu haben, gebe ich aber dennoch die eingeschrĂ€nkte Leseempfehlung und:

Passabel

Vielen Dank an die Autorin fĂŒr die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Liebst, Lara

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