Rezension | Sarah Ockler „Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher“

416 Seiten | Einzelband | Jugend/Liebe | 11.05.2015 | cbt Verlag | 9,99€ | Hier kaufen

Inhalt

Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?

Erster Satz

Das Gesetz der Wahrscheinlichkeit sieht vor, dass ein Mädchen mit drei älteren Schwestern wenigstens ein Paar süße Shorts erben sollte, die ihm tatsächlich passen.

Meine Meinung

Ich weiß gar nicht mehr,
wie ich an das Buch gekommen wurde, vermutlich wurde es mir
empfohlen, da der Titel und ebenso das Cover mich ehrlich gesagt kaum
ansprechen würden. Ehrlich gesagt habe ich schon vor knapp einem
Jahr begonnen, es zu lesen, habe einige Male abgebrochen und bin nie
weit gekommen.
Jude ist die jüngste
ihrer drei Schwestern und lebt als einzige noch zu Hause, zumindest
noch diesen Sommer bis sie zum studieren wegzieht. Den ganzen Sommer
über arbeitet sie mit Emilio an dem Motorrad ihres an Alzheimer
erkrankten Vaters und sieht gar nichts anderes mehr. Sie lebt sehr in
ihrer eigenen Welt und klammert sich arg an ihre Vorstellungen und an
das, was sie zu wissen glaubt. So glaubt sie ihren Schwestern beinahe
blind und will nicht einsehen, dass ihr Vater kränker ist, als sie
es sich wünscht. Ich hatte Jude eigentlich ganz gern, aber manchmal
konnte sie auch wirklich anstrengend werden. Vermutlich würde ich
auch auf meine Schwestern hören, würden sie mir mein Leben lang
einpferchen, dass die Vargas-Jungs böse sind, aber in dem Punkt
konnte ich sie nicht so ganz verstehen. Emilio hingegen hat mir jedes
Mal gute Laune gemacht, sobald er auftauchte. Ihn hatte ich schnell
sehr gern.
Der Roman ist in der
Ich-Form aus der Perspektive von Jude verfasst worden. Der
Schreibstil ist ganz okay, allerdings konnte er mich nicht wirklich
an das Geschehen fesseln. Irgendwie bestand eine gewisse Barriere,
die ich nicht wirklich auflösen konnte.


Die Handlung ist
weitaus mehr als ein einfacher Jugendroman, in dem es um die erste
große Liebe geht. Die Krankheit von Judes Vater, Alzheimer, spielt
eine zentrale Rolle und war für mich so interessant, wie auch
traurig, mit anzusehen. Ich hatte im echten Leben bisher keinen
Kontakt mit Alzheimer, weswegen ich (zum Glück) keine Erfahrungen
mit dem Verlauf der Krankheit machen musste. Aber Sarah Ockler hat
diese wirklich nah an mich ran bringen können. Neben der Krankheit
und der offensichtlichen Liebesgeschichte geht es auch ein Stück
weit um Freundschaft, da die von Jude zu ihren Freunden immer weiter
zu bröckeln scheint. Teilweise war es mir ein wenig zu viel an der
großen Themenauswahl, weil ich das Gefühl hatte, an einigen Stellen
wurde das Buch dadurch nur ein wenig gestreckt.

Fazit

Ein Jugendroman, der viel
mehr ist, als eine einfache Liebesgeschichte. Es geht um Liebe, sowie
um Krankheit, Familie, Freunde und und und. Sehr viele Themen in
einem vereint, das an einigen Stellen besser gelungen ist, als an
anderen. Insgesamt ein wirklich emotionales Buch, das mich leider
nicht zu 100% von sich überzeugen konnte.

Liebst, Lara

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